Ansprechpartner:


Fussballverein "MSV Grün-Weiß"
1. Mannschaft

Dirk Stamm
Riesaer Straße 19
04931 Fichtenberg
Telefon: 035342-70222

Fussballverein "MSV Grün-Weiß"
"Alte Herren"

Dietmar Schulze
Bergstraße
04931 Fichtenberg
Telefon: 035342-71544



fussball historisch 00
1928
Der Fussballverein Fichtenberg Abteilung Rasensport
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fussball historisch 01
1928
v.l.n.r.: Max Kißmann, Walter Gärtner, Max Fritzsche, Walter Hahn, Kurt Krantz, Kurt Naumann,
Walter Naumann, Paul Bärsch, Richard Zeitler, Hugo Rische,
Die beiden Betreuer (links und rechts aussen) sind namentlich nicht bekannt.
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fussball historisch 02
1929
Der Fichtenberger Fussballverein aus der Abteilung Rasensport
v.l.n.r.: Max Kokisch, Richard Zeitler, Max Kißmann, Paul Bärsch, Max Fritsche, Max Reiß,
Helmut Zeller, Moritz Reiß, Walter Hahn, Max Miets, Richard Betziger
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fussball historisch 03
1929
1. und 2. Mannschaft
oben, v.l.n.r.: K.Meißner, Marzek, M.Rische, A.Kasper, Erich Fritzsch, Kurt Krantz,
Paul Süptitz, Walter Fröde, Kurt Apitz, Erich Baum, Richard Schurig
mitte, v.l.n.r.: Paul Rische, Max Kokisch, Richard Zeitler, Moritz Reiß, Paul Bärsch,
E.Schörner,´Walter Hahn, Max Miets, Otto Linge, Max Kißmann
unten, v.l.n.r.: Richard Beziger, Max Reiß, Max Fritzsche
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fussball historisch 04
1932
Fichtenberg Jugend - Leipzig-Süd Jugend, namentlich nicht bekannt
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fussball historisch 05
1950-ziger
Fichtenberg Jugend Anfang der 50-ziger Jahre (1950) in Mahitzschen bei Belgern
oben, v.l.n.r.: Erwin Metzner, Manfred Bahn, Manfred Bärsch, Rolf Werner
mitte, v.l.n.r.: Georg Überall, Klaus Zukunft, Edwin Zukunft, Horst Fritzsche,
unten, v.l.n.r.: Sepp Wiedemann, Achim Spangenberg, Eberhard Kasper
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fussball historisch 06
1962
oben, v.l.n.r.: Max Frtzsche (Vorsitzender), Aribert Kowalczyck, Günter Lehmann, Klaus Zukunft, Günter Fröde,
Horst Frizsche, Erwin Metzner, Hubert Günzler,, Wolfgang Stieler, Erich Zindler (Sektionsleiter)
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fussball historisch 07
1962
Rasensportverein ? Oder Fussballverein ?
Vor der Turnhalle in Fichtenberg.
unten, v.l.n.r.: Paul Gemoll, Kurt Behrendt, Günter Niesar
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fussball historisch 08 alte herren 2004
2004
"Alten Herren"
oben, v.l.n.r.: Joachim Krämer, Uwe Bärsch, Joachim Schurig, Andreas Steeg, Dietmar Schulze,
Wolfgang Marth, Peter Siede
 unten, v.l.n.r.: Peter Hartwig, Reiner Kiese, Mario Janke, Jörg Heinrich, André Herbig, Udo Schöne
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fussball historisch 09 erste mannschaft 2005
2005
1.Mannschaft
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fussball historisch 10 erste mannschaft 2009
2009
1.Mannschaft
oben, v.l.n.r.: Martin Noack, Marcel Louis, Istvan Kozma, Sören Herbig, Jens Kruschinske,
Michael Stange, René Wolff, Michael Ullrich, Thilo Storch
Trainer: Sven Wiedemann
unten, v.l.n.r.: Sylvio Rische, Falko Miene, Jörg Kretzschmar, Michael Mehlhose, Falko Ringel,
Stefan Lehmann, Daniel Ullrich, Maik Wiedemann, Tobias Bormann  


RÜCKBLICK AUF 80 JAHRE FUSSBALL im Jahre 2002


Rentner: Hallo was feiert Ihr denn heute ?
Sportler:
80 Jahre Fußball und 30 Jahre Schalmeien, aber warum fragst du ?

Rentner: Über den Fußball kann ich von früher einiges erzählen.
Sportler: Na dann schieß mal los.

Rentner: Das erste Spiel gab es 1922 gegen eine Leipziger Jugendmannschaft,
die mit ihren Lehrern auf Wanderschaft waren. Die Großstädter siegten mit 8:2, die beiden Fichtenberger Tore erzielte der 14jährige Max Fritzsche.
Danach gründeten Paul und Alfred Rische, Max Kockisch und Wilhelm Lehmann den Verein „Rasensport Fichtenberg".
Aus den Nachbarorten kamen weitere Spieler, dadurch konnten 1926 zwei weitere Mannschaften gemeldet werden. Aus Masse wird auch Klasse, dadurch schafften wir 1929 den Aufstieg in die A-Klasse des nordsächsischen Bereiches. Als die Nazis an die Macht kamen, mussten wir uns in „Grün-Weiß" umbenennen. Dann kam der Krieg und es war erst einmal Schluss mit Fußball.
Sportler:
Und wie ging es dann weiter?

Rentner: Zur Gründungszeit der Deutschen Demokratischen Republik wurde der Fußball neu ins Leben gerufen. Das waren noch Kerle, keine Fußballschuhe und kaum Sportbekleidung, aber trotzdem rollte der Ball wieder.
Der hielt oft kein Spiel durch, wurde aber von Erich Zindler sofort auf dem Platz genäht. Bis 1952 wurde im Kreis Riesa weitergespielt, mit der Gründung der Bezirke dann im Kreis Liebenwerda. Bald kam die Umbenennung in „Traktor Fichtenberg" als Huldigung unseres Großsponsors, der LPG. 1954 konnten eine Jugend- und eine 2. Männermannschaft gemeldet werden. Mit diesem guten Potential wurde in der Saison 56/57 der Aufstieg geschafft. Dann kam das große Hochwasser von 1957 und unser „heiliger Rasen" stand einen halben Meter unter Wasser. Es hagelte auswärts Niederlagen und wir rutschten auf den letzten Platz. Keiner setzte mehr auf uns, aber in der Rückrunde eilten wir von Sieg zu Sieg und erreichten noch am Ende den siebenten Platz.
Sportler: Dann seid Ihr wohl eine sehr heimstarke Mannschaft ?

Rentner: In den folgenden Jahren spielten wir immer in der Spitzengruppe mit.
1964 wurden wir Vizekreismeister und Kreispokalsieger.
Aber dann kam das Schicksalsjahr 1967.
Wir wurden letzter und stiegen in die 2. Kreisklasse ab. Dort war aber nach ein paar Spielen Schluss. Nach internen Streitigkeiten und Personalproblemen wurde die Mannschaft zurückgezogen. Nun will ich die Zeit von 1949 bis 1967 mal zusammenfassen und mit den jetzigen Fußballmillionären vergleichen. Die haben ihr Hobby zum Beruf gemacht und bekommen nur Zucker in den A … geblasen. Anreise mit Flugzeug, Übernachtung im Hotel via Einzelzimmer und Mittagsschlaf vor dem Spiel. Wir dagegen sind mit dem Fahrrad gefahren, haben keinen Pfennig gekriegt und alles aus Spaß an der Freude gemacht. Zum Beispiel sind wir bis nach Walda bei Großenhain mit dem Drahtesel angereist. Dort hat unser „Bomber“ bei 4:2 Führung den einzigen Ball kaputt geschossen.
Sportler: Wer war eigentlich der „Bomber“ ?

Rentner: Rolf Werner, und der hatte einen Mordschuss. In Elsterwerda hatte er einen Ball an die Latte geknallt, daraufhin ist das Tor zusammen gebrochen. Aber nochmals zum Walda-Spiel. Da es keine Umkleidekabinen gab, hatten wir unsere Sachen im Wald abgelegt und nach dem Spiel waren diese alle voller Raupen. Gewaschen wurde sich in Schüsseln, heute wird schon bei kaltem Duschwasser gemeckert. Und lange in einem Verein bleiben die Spieler auch nicht mehr. Bei uns aber hat Erwin Metzner 459 Spiele gemacht. Heinz Bärsch hat 426, eins davon sogar am Tag seiner Hochzeit. Heute gilt schon der Geburtstag seiner Großtante als Entschuldigung. Über 300 Spiele haben außerdem noch Günter Niesar, Günter Lehmann,
Kurt Behrend, Kurt Weitz, Klaus Zukunft.
Und jener Klaus Zukunft ist mit 238 Toren unser bester Torschütze.
Damit liegt er zwar international hinter Gerd Müller aber noch vor Ulf Kirsten.
Weitere erfolgreiche Torschützen waren:
Erwin Metzner, Günter Lehmann, Rolf Werner, Aribert Kowalczyk.
Sportler: Und wie ging es dann weiter ?

Rentner: Mit den Sportfesten ging es weiter. Da spielten die Werkstattschlosser gegen den Bauhof. Das machte allen viel Spaß und so wurde zur Saison 73/74 wieder eine Mannschaft zu den Punktspielen gemeldet, die dann auch immer um den Aufstieg mitspielte. Bei unseren Auswärtsspielen waren wir die Attraktion der Liga als wir mit
unseren „weißen Riesen" vorgefahren sind.
Sportler: Was gab es denn bei einem Waschmittel zu bestaunen ?

Rentner: Nein nein, dass war kein Waschmittel, sondern ein Traktor mit transportabler Umkleidekabine. Alle Gegner beneideten uns um unser Luxusgefährd, denn wir hatten Tische, Stühle, Waschbecken und sogar eine Gasheizung. Und natürlich waren immer ein paar Kisten Bier auf Reisen. Für die Heimspiele begann 1976, unter der Leitung von Max Fritzsche, der Bau unseres Sportlerheimes. Aber trotz großer Hilfe aller Spieler verzögerte sich der Bau, da die Materialbeschaffung ein Riesenproblem darstellt. Zum Beispiel wurde der Dachstuhl in Beeskow organisiert, musste aber selbst abgeholt werden. Der 110 km lange Transport wurde mit Traktor und Hänger gemeistert. Danach bin ich dann weggezogen. Weist du vielleicht wann das Sportlerheim fertig gestellt wurde?
Sportler:
Ja da kann ich dir helfen. Ich verfolge seit 1979 die Geschichte des „MSV" und ich habe eine große Vision … Aber dazu später ! Der Bau konnte 1980 beendet werden. In den 80iger Jahren belegten die Fußballer ständig vordere Plätze durch viele erfolgreiche Spiele. Durch Verstärkung mit jungen Leuten in der 1. Mannschaft wurde eine 2. Mannschaft gegründet, die es aber nicht lange gab. In der Wendezeit gelang der 1. der Einzug ins Pokalfinale, das leider mit 0:1 gegen Theisa verloren wurde. Ebenfalls in dieser Zeit gelang der Aufstieg in die Kreisliga, aus der wir uns nach der Saison 90/91 schon wieder verabschieden mussten.

Rentner: Und wie ging es dann nach der Wende weiter und warum nennt ihr euch jetzt „MSV" ?
Sportler: 1990 kam es zum Zusammenschluss mit der 1972 gegründeten Schalmeienkapelle zum „Musik- und Sportverein Grün-Weiß Fichtenberg e.V. ". Denn es bestand ein starkes Interesse am erfolgreichen Vereinsleben der Fußballer und den nahtlos geschweißten Olympiakörper unserer Spieler, die allesamt von A d o n i s hätten geklont sein können. Börseninsider und führende Wirtschaftsexperten sprachen damals von einer so genannten „feindlichen Übernahme".

Rentner:  Wie läuft es denn sportlich so ?
Sportler:
Seit 1999 dümpelt die Mannschaft in der 2. Kreisklasse herum,

ist somit „unabsteigbar". Das soll natürlich nicht so bleiben. Die deutsche Nationalmannschaft musste sich auch erst mit Berti blamieren, bevor sie mit Rudi Vizeweltmeister wurden.

Rentner: Und seid ihr an die Börse gegangen, oder was ?
Sportler: Nein, wir sind nicht an die Börse gegangen, sondern haben in neue, junge Spieler, einen neuen Schieri und einen neuen Coach investiert.
Und letzterer ist ein ganz harter Hund, ein Schleifer, ein Driller, ein ganz furchtloser Killer ! Und mit all diesen Möglichkeiten, starkem Willen und ein bisschen Glück werden wir aufsteigen wie „Phönix aus der Asche ".

Rentner: Ist das eure einzige Mannschaft ?
Sportler: Nein der MSV hat noch zwei weitere Mannschaften, die Damenmannschaft und
die Alten Herren.

Rentner: Die Alten Herren, saufen die nur, oder haben die auch schon was erreicht ?
Sportler: Die Saufen wie sie spielen, nämlich ganz schön. Seit Mitte der 90iger Jahre mischen sie in ihrer Liga im Mittelfeld die Karten. Ihnen gelangen bisher drei Wahnsinnserfolge. Erstens, das Altligaendspiel um den Kreismeister, welches sie leider verloren. Zweitens, 1999 wurden sie „Hallen-Kreis-Weit-Meister" !!! Drittens, der wohl größte und psychologisch wichtigste Erfolg, ein Sieg gegen den Erzrivalen Mühlberg, die Pfeifen. In der Neuzeit ist Fußball natürlich schon lange keine reine Männersache mehr und so konnten wir eine Damenmannschaft gründen, die aber nicht am Punktspielbetrieb teilnimmt.

Rentner: Und wer pflegt heute den Platz und wie sieht euer Vereinsleben aus ?
Sportler:
Unseren Rasen, Barrieren, die Kabinen und das Flutlicht werden gehegt und gepflegt mit Hilfe unserer Sponsoren und viel Eigeninitiative und nach wie vor bestehen die alten Kontakte zur LPG. Und wie habt ihr früher den Rasen gemäht, etwa mit der Sense ?

Rentner: Der Rasen wurde damals von Schafen kurz gehalten, der Platz nur mit Schubkarren und Schaufeln angelegt und planiert. Aber du sprachst vorhin von einer Vision, wie sieht die denn aus.
Sportler: Tja richtig, du meinst meinen Traum. Also, ich stelle mir vor, Fichtenberg löst die großen deutschen Mannschaften als Hauptlieferant der Spieler zur WM 2006 ab.

Rentner: Wau, wir werden seh'n …
Sportler: Darauf trinken wir, PROST !!!

verfasst von Dietmar Schulze (Sportler) im Gespräch mit Erich Zindler (Rentner)
80 Jahre Sport, insbesondere Fußball in Fichtenberg
von Erich Zindler


Das Jahr 2002 bringt uns 800 Jahre Fichtenberg und 80 Jahre Fußball in Fichtenberg.

Am 03.07.1922 gründeten junge sportbegeisterte Männer in Fichtenberg
den Verein Rasensport "Grün Weiß" Fichtenberg.
Es waren Männer, die glücklich und gesund den Krieg überstanden hatten.
Von den Gründern sind namentlich nur noch 4 Sportfreunde bekannt,
es sind Paul Rische, Max Kockisch, Alfred Rische und Wilhelm Lehmann.

Wilhelm Lehmann gründete später eine Abteilung Turnen.
Auch eine Radfahrergruppe wurde gebildet, von der war aber wenig in Erfahrung zu bringen.

Die größte sportliche Rolle jedoch spielte der Fußball in Fichtenberg.
Das Gründungsspiel am 03.07.1922 bestritt eine Jugendmannschaft von Spielern aus Fichtenberg und aus Orten der Umgebung gegen eine Mannschaft von Süd West Leipzig. Den Beweis erbrachte ein Bild, wo beide Mannschaften zu sehen sind. Diese Leipziger Mannschaft war mit ihrem Lehrer auf Wanderschaft und hielt sich zur Zeit in Fichtenberg auf.
Zum Spiel gibt es folgendes zu berichten:
Es wurde mit 2:8 Toren verloren. Bekannt ist aus der Fichtenberger Mannschaft nur noch der damals 14 jährige
Max Fritzsche, der auch die beiden Tore für Fichtenberg erzielte. Wie die Zusammenstellung der Mannschaft war konnte nicht mehr ermittelt werden.

Die Jugendmannschaft hatte in der Folgezeit noch 49 Begegnungen. Von diesen 49 Spielen wurden 17 Spiele gewonnen, 26 Spiele wurden verloren und 6 Spiele endeten unentschieden, das berichteten ältere Sportfreunde. Wie die Zusammenstellung der Mannschaft in diesen 49 Spielen war konnte nicht mehr ermittelt werden. Über Torergebnisse und Torschützen der Spiele wurde keine Statistik geführt.

Ab dem Jahr 1926 wurden 2 Männermannschaften gebildet. Die Jugendmannschaft und zwei Kindermannschaften kamen dazu. In diesen Mannschaften kamen Spieler aus Fichtenberg, Kreinitz, Lorenzkirch, Jacobsthal, Burxdorf, Langenrieth, Altenau und Neuburxdorf zum Einsatz. Die Namen der Spieler aus den Nachbarorten sind nicht mehr bekannt.

1928/1929 erkämpfte sich die 1. Mannschaft den Aufstieg
zur A-Klasse. In dieser Klasse spielte man als Arbeitersportverein gegen Mannschaften aus Prösen, Hohenleipisch, Elsterwerda-Biehla, Wülknitz, Gröditz, Jahnishausen, Wacker Riesa, die 2. Mannschaft von SV Riesa, Wacker Mühlberg, Blau-Weiß Großenhain sowie Glaubitz und Nünchritz. Diese Mannschaften zählten alle zu den Fußballhochburgen des Nord-Sächsischen Bereichs. Auch Spiele im Bereich Chemnitz wurden ausgetragen. Zu fast allen Auswärtsspielen mußte mit dem Fahrrad gefahren werden. Nicht jeder Spieler hatte ein Fahrrad bzw. konnte überhaupt Fahrrad fahren.

Ab 1933, zu Beginn der Naziherrschaft, wurde der Arbeitersportverein verboten. Nach Umbenennung in „Grün-Weiß“ wurde bis 1940 weiter gespielt. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die damalige 1. Mannschaft 273 Spiele ausgetragen. Von den Spielen der 2. Mannschaft, der Jugend- und der Schülermannschaften, wurde keine Statistik geführt. Von den 273 Spielen
der 1. Mannschaft wurden 104 Spiele gewonnen, 128 wurden verloren und 41 endeten unentschieden. Ein Torverhältnis wurde nicht ermittelt. Trotzdem wurden oft als Torschützen:
Fietje Schörner, Walter Gärtner, Paul Bärsch, Richard Zeidler, Max Kißmann, Moritz Reiß, Helmut Zeller, und Max Miets genannt.

Auch die 2. Mannschaft trug in diesen Jahren Punktspiele in den unteren Klassen aus, aber hierzu konnte wenig in Erfahrung gebracht werden.

Aus Fichtenberg stammende Spieler für die 1. und 2. Mannschaft wurden genannt:
Max Kockisch, Richard Zeidler, Max Kißmann, Paul Bärsch,
Max Fritzsche, Max Reiß, (genannt Pompa) Helmut Zeller,
Moritz Reiß, Walter Hahn und Kurt Hahn, Max Miets,
Richard Beetziger, Walter Gärtner, Kurt Krantz,
Walter Naumann und Kurt Naumann, Kurt Marx,
Karl Meißner, Fietje Schörner, Hugo Rische,
Otto Linge, Martin Rische, Alfred Kasper,
Erich Fritzsch, Paul Süptitz, Walter Fröde, Kurt Apitz,
Erich Baum, Richard Schurig und noch viele, die namentlich nicht mehr bekannt sind oder die im 2. Weltkrieg ihr Leben lassen mussten.

Und nun zum Fußball in der neueren Zeit. Nach dem Krieg dauerte es fast 4 Jahre, bis man wieder Lust hatte, dem Ball hinterherzujagen. Leider war der Fußballsport zu damaliger Zeit mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Es fehlte an Sportkleidung und an Fußballschuhen, oft wurde in Straßenschuhen gespielt. Die alten Bälle hielten oft kein Fußballspiel durch, die aufgerissenen Nähte mußten während des Spiels oder in der Halbzeitpause von Erich Zindler, der von Beruf Sattler war, genäht werden.

Am 28. April 1949 wurde dann die SG „Grün-Weiß“ Fichtenberg neu ins Leben gerufen. Die Gründer waren zum Teil alte Bekannte,
wie: Max Fritzsche, Paul Rische aber auch neue Namen kamen dazu wie: Otto Bechstedt, Erich Zindler, Hans Härtig, Hans Czerwonatis und noch einige mehr.

Im September 1949, zu Beginn der Punktspielserie,
wurde mit zwei Mannschaften der Spielbetrieb aufgenommen. In den 3 Jahren bis 1952 wurden im Kreis Riesa 116 Spiele ausgetragen, davon 36 gewonnen und 62 verloren, 18 endeten unentschieden.
Es wurde ein Torverhältnis von 176:287 erzielt. Torschützen wurden in dieser Zeit nicht vermerkt. Zu diesen 116 Spielen wurden insgesamt 37 Spieler eingesetzt, das waren namentlich: Walter Naumann, Hans Czerwonatis, Fritz Kittler, Heinz Bärsch, Gerhard Zeidler,
Kurt Weitz, Erich Kißmann, Günter Niesar, Willi Schurig,
Erich Dau, Paul Heitmann, Edwin Zukunft, Alfred Miene,
Helmut Mannschatz, Walter Lehmann, (Schäfchen)
Herbert Mathes, Hans Härtig, Edgar Hofmann,
Harald Sander, Manfred Rische, Günter Kotte, Richard Kasper,
Herbert Räbiger, Kurt Platz, Werner Jantke, Martin Räbiger,
Heinz Schanze, Georg Simalla, Hans Mammitzsch, Werner Förster,
Manfred Fritzsche, Siegfried Miene, Otto Weber, Heini Hähner,
Hans Kott, Max Fritzsche, Erich Zindler, Willi Bormann.

Nach Bildung der Bezirke kam Fichtenberg zum
Kreis Bad Liebenwerda, Bezirk Cottbus.

Nach dieser Neubildung wurde 1953 auch ein neuer Vorstand gewählt. Zu diesem gehörte Max Fritzsche als Vorsitzender, Stellvertreter war Hans Härtig und Hauptkassierer wurde
Otto Bechstedt. Nach dessen Ableben übernahm Angelika Weitz die Funktion des Hauptkassierers. Als Sektionsleiter Fußball wurde Erich Zindler gewählt. Die weitere Zusammensetzung der Leitung ist in einem Protokollbuch ersichtlich.

Später bildeten sich noch die Gruppen Kegeln und Tischtennis.

Fichtenberg wurde im Fußball in die 2. Kreisklasse des Kreises Bad Liebenwerda
eingestuft und spielte bis 1956 in der 2. Kreisklasse.
Im Spieljahr 1956/1957 erspielte die Mannschaft den Aufstieg zur 1. Kreisklasse, die höchste Stufe eines Kreises. Kreisliga gab es da noch nicht.

In der 1. Serie des Spieljahres 1957 mußten alle Spiele auswärts ausgetragen werden, da der Sportplatz über einen halben Meter unter Wasser stand. Fast alle Spiele gingen verloren. Die höchsten Niederlagen waren 7:2 gegen Hirschfeld und 9:1 gegen Gorden. Nach Abschluß der 1. Serie stand die Mannschaft abgeschlagen auf dem letzten Platz der Tabelle und als Absteiger fest. In der 2. Halbserie hatte sich die Mannschaft durch Umstellung und den Einsatz junger Spieler gefestigt, so daß wir uns für fast alle Niederlagen der 1. Serie revanchieren konnten. Wir hatten ja auch alle Spiele auf dem eigenen Platz.
Am Ende der 2. Serie erreichten wir von 14 Mannschaften noch
einen 7. Platz.

In den folgenden Jahren steigerten wir uns beträchtlich und belegten immer gute vordere Plätze. 1963 spielten wir sogar eine wichtige Rolle um die Vergabe des Kreismeistertitels mit. Im letzten Punktspiel bestimmten wir mit, wer Kreismeister und Aufsteiger zur Bezirksliga wird, Gorden oder Mühlberg. Fichtenberg spielte zu Hause gegen Gorden und siegte 2:1. Durch diesen Sieg wurden wir 2., Gorden wurde 3., Mühlberg 1. und Aufsteiger zur Bezirksklasse. Den Sieg über Gorden erspielten damals: Kurt Behrendt, Günter Fröde, Erwin Metzner,
Günter Niesar, Wolfgang Stieler, Paul Gemoll, Horst Marx,
Günter Lehmann, Helmut Romanschek, Klaus Zukunft und
Horst Fritzsche.

So hielten wir uns 10 Jahre in der 1. Kreisklasse.
1967 wurden wir Tabellenletzter und stiegen wieder in die 2. Kreisklasse ab.
Am 28. September 1967 zogen wir infolge von Streitigkeiten in der Mannschaft und wegen personeller Veränderungen die Mannschaft von den Punktspielen zurück. Nach 19jähriger Spielzeit wurde in Fichtenberg kein Fußball mehr gespielt.

In der 19jährigen Spielzeit standen uns 4 geprüfte Schiedsrichter zur Verfügung. Es waren Max Fritzsche,
Werner Schütze, Erich Zindler und Otto Schlapak.
Wieviel Spiele ein jeder geleitet hat steht nicht fest,
aber Otto Schlapak hat die meisten Spiele gepfiffen.

In diesen 19 Jahren wurde fast jedes Jahr ein Sportfest oder Pokalturnier mit abendlichem Tanzvergnügen, oft auch mit einer Tombola, veranstaltet.

Seit 1949 wurden 615 Spiele der 1. Mannschaft ausgetragen, davon wurden 279 gewonnen, 242 verloren, 94 endeten unentschieden.
Es wurde ein Torverhältnis von 1425:1229 erreicht,
bester Torschütze war Klaus Zukunft.

Insgesamt wurden zu diesen Spielen 106 Spieler eingesetzt.

- Erwin Metzner
- Heinz Bärsch
- Günter Niesar
- Klaus Zukunft
- Kurt Behrendt
- Günter Lehmann
- Kurt Weitz
- Horst Fritzsche
- Erich Kißmann
- Aribert Kowalczyk
- Paul Gemoll
- Paul Heitmann
- Günter Fröde
- Horst Marx
- Walter Naumann
- Helmut Lehmann
- Theo Wiedemann
- Fritz Kittler
- Rolf Werner
- Hans Czerwonatis
- Walter Gruschewsky
- Edwin Zukunft
- Gerhard Zeidler
- Manfred Bärsch
- Günter Kretzschmann
- Achim Spangenberg
- Hans Härtig
- Dieter Friedrich
- Wolfgang Stieler
- Gerhard Heinrich
- Otto Stelzer
- Werner Gruschewsky
- Helmut Romanschek
- Gerd Fritzsche
- Willy Schurig
- Erich Dau
- Hubert Günzler
- Rudolf Lorenz
- Helmut Mannschatz
- Alfred Miene
- Walter Lehmann
- Herbert Walther
- Heinz Bormann
- Edgar Hofmann
- Alfred Herbig
- Hans-Jörg Röber
- Harald Sander
- Günter Kotte
- Eberhard Kasper
- Siegfried Richter
- Richard Kasper
- Klaus Böhlig
- Gottfried Schäfer
- Werner Jantke
- Eddi Loga
- Otto Liebau
- Herbert Räbiger
- Sepp Wiedemann
- Kurt Platz
- Otto Knäusel
- Rolf Rische
- Dieter Obenaus
- Karl-Heinz Schanze
- Hugo Rische-Junior
- Gerhard Niese
- Siegfried Meißner
- Gerhard Raschke
- Dieter Liebich
- Klaus Kretzschmar
- Pitzeck
- Martin Räbiger
- Heinz Schanze
- Reinhard Preußker
- Rainer Conrad
- Manfred Bahn
- Hans Mammitzsch
- Lutz Wiedemann
- Werner Förster
- Kurt Hahn
- Günter Kißmann
- Horst Gemoll
- Roland Pötzsch
- Rudi Krumpfe
- Manfred Fritzsche
- Siegfried Miene
- Franz Jany
- Kühn
- Klaus Conrad
- Georg Überall
- Heini Hähner
- Helmut Marth
- Günter Mittag
- Horst Behrendt
- Otto Weber
- Rudi Damm
- Erich Zindler
- Willi Bormann
- Joseph Kunz
- Sikor
- Manfred Miene
- Bauer
- Hans Kott
- Manfred Schrader
- Gerhard Marx
- Max Fritzsche
- Max Peter
- Norbert Bärsch
- Hans Reichenbach

Insgesamt 53 Torschützen erzielten die 1249 Tore. Die 176 Torschützen aus den 116 Spielen im Kreis Riesa sind nicht berücksichtigt, da Torschützen damals nicht vermerkt wurden.

Die 53 Torschützen der 1249 Tore waren:

- Klaus Zukunft
- Erwin Metzner
- Günter Lehmann
- Rolf Werner
- Aribert Kowalczyk
- Horst Marx
- Horst Fritzsche
- Manfred Bärsch
- Günter Fröde
- Erich Kißmann
- Walter Naumann
- Günter Niesar
- Theo Wiedemann
- Edwin Zukunft
- Kurt Behrendt
- Fritz Kittler
- Rudolf Lorenz
- Gerd Fritzsche
- Klaus Böhlig
- Sepp Wiedemann
- Herbert Günzler
- Helmut Romanschek
- Paul Heitmann
- Dieter Friedrich
- Paul Gemoll,
- Wolfgang Stieler
- Dieter Liebich
- Rolf Rische
- Hans Härtig
- Walter Gruschewsky
- Fred Herbig
- Pitzeck
- Hans-Jörg Röber
- Werner Gruschewsky
- Kurt Weitz
- Dieter Obenaus
- Hugo Rische
- Heinz Bormann
- Gerhard Raschke
- Achim Spangenberg
- Günter Kißmann
- Werner Jantke
- Eberhard Kasper
- Horst Behrendt
- Lutz Wiedemann
- Gottfried Schäfer
- Klaus Kretzschmar
- Helmut Marth
- Manfred Bahn
- Hans Czerwonatis
- Gerhard Zeidler
- Richard Kasper

Die höchste Niederlage wurde mit 11:1 in Sedlitz erzielt, der höchste Sieg wurde mit 15:0 gegen Walda erreicht. Beide Spiele wurden im Jahr 1954 ausgetragen.

Von 1967 - 1973 wurde kein organisierter Spielbetrieb durchgeführt.

1973 wurde wieder eine Männermannschaft gebildet. Anfangs spielte man gegen Mannschaften aus Betrieben, die sogenannten Volkssportmannschaften.

Die Mannschaft spielte ab dem Jahr 1973/1974
im Punktspielbetrieb des Kreises Bad Liebenwerda in der II. Kreisklasse.
Anfang der 80ziger Jahre erspielte sich die Mannschaft den Aufstieg zur 1. Kreisklasse. Ein Jahr später, nach Zusammenlegung der Kreise Herzberg, Finsterwalde und Bad Liebenwerda wurde noch eine Staffel Kreisliga gebildet, jetzt war die Kreisliga die höchste Klasse des Elbe-Elster-Kreises.

Im Spieljahr 1994 - 1995 erspielte sich die Mannschaft den Aufstieg zur Kreisliga. Aber leider spielte man dort nur eine Serie, am Ende des Spieljahres waren wir Absteiger und spielten fortan wieder in der 1. Kreisklasse, die für 4 Jahre gehalten werden konnte.

Ab dem Spieljahr 1999 spielte man wieder in der II. Kreisklasse, einmal in der Südstaffel und weiter in der Weststaffel, in der man jetzt noch zu finden ist und zwar ziemlich weit unten in der Tabelle.

Ab dem Jahr 1974 wurde keine Statistik über durchgeführte Spiele, Torschützen sowie durchgeführte Spiele einzelner Spieler vermerkt, so daß man nicht 100%ig sagen kann, wieviel Spiele ausgetragen wurden, wer die Torschützen waren noch wieviel Spiele gewonnen oder verloren wurden.

MSV "Grün - Weiss" Fichtenberg e.V.


Der Fichtenberger Fussball blickt auf eine 80-jährige Vereinsgeschichte zurück.
Begonnen hat alles mit einem Freundschaftsspiel zwischen Fichtenberger und Leipziger Jugendlichen am 03. Juni 1922. Durch dieses Spiel enstand sozusagen der "Rasensportverein Fichtenberg". 19?? entstand daraus die "BSG Traktor Fichtenberg" und seit 1990 im Verbund mit dem Schalmeienorchester der "MSV Grün - Weiss" Fichtenberg e.V..

Es gibt 2 Mannschaften.
Die 1. Mannschaft spielt in der zweiten Kreisklasse West.
Die Mannschaft der "Alten Herren" spielt in der Altherrenliga des Elbe-Elster Kreises.

Die größten sportlichen Erfolge der letzten Jahre sind:

- 1. Mannschaft, Teilnahme am Kreispokalfinale 1990
- "Alte Herren", Titel des Hallenkreismeisters im Jahr 2000



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