Ordnungsbehördliche Verordnung
zur Aufrechterhaltung der öffentlichen
Sicherheit und Ordnung in der Stadt Mühlberg/Elbe
(Stadtordnung)

Aufgrund des § 26 Abs. 1 und Abs. 3 des Gesetzes über den Aufbau und die Befugnisse der Ordnungsbehörden - Ordnungsbehördengesetz (OBG) - vom 13. Dezember 1991 (GVBI. I S. 636) in der derzeit gültigen Fassung wird durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Mühlberg/Elbe vom 22. August 2007 folgende Ordnungsbehördliche Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Stadt Mühlberg/Elbe, nachfolgend Stadtordnung genannt, erlassen.
Unter dem Vorrang und der inhaltlichen Berücksichtigung höherer Rechtsvorschriften, deren Verordnungen und anderer städtischer Satzungen, wie z. B. das Landesimmissionsschutzgesetz, das Jugendschutzgesetz, das Baugesetz, das Landeswaldgesetz, das Abfallgesetz, das Feiertagsgesetz, das Straßengesetz, das Tierschutzgesetz, die Hundehalterverordnung, die Straßenreinigungssatzung, die Markt- und Sondernutzungssatzung u. a., dient die Stadtordnung der allgemeinen und der speziellen Information der Bürger und ist Grundlage für die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten durch die Behörde.

 

Bekanntmachungsanordnung
Die ordnungsbehördliche Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Stadt Mühlberg/Elbe (Stadtordnung) wird hiermit im vollen Wortlaut zur öffentlichen Bekanntmachung angeordnet.
Mühlberg/Elbe, den 23.08.2007
Uwe Kaupsch
Stellvertretender Bürgermeister

2001 im September hat sich Fichtenberg mit den Orten Altenau, Brottewitz, Koßdorf, Martinskirchen und der Stadt Mühlberg zur "Amtsfreien Stadt Mühlberg" zusammengeschlossen.
Die Verwaltung befindet sich in der Stadt Mühlberg, die 4 km von Fichtenberg entfernt ist.
Die Geschicke des 800-jährigen Ortes im Jahre 2002 nahmen die damaligen Ortsbeiratsmitglieder und der Ortsbürgermeister in enger Zusammenarbeit mit den Vereinen in die Hand.

1993 - 2001 gehörte Fichtenberg dem Amt Mühlberg an.

1990 fanden im März die ersten freien Wahlen statt.

  • uebersicht_gross

01 - Tierzucht - Schweinemast
02 - Bogenschänke - Wiedemann
03 - Gaststätte - Linge
04 - Feuerwehr
05 - Kirche
06 - Kindergarten
07 - Sportlerheim
08 - Sportplatz
10 - Vereinshaus - Musikverein
11 - Festscheune "Riesaer Straße"
12 - Agrargenossenschaft
13 - Jugendclub
14 - große Lagerhalle mit Büroräumen - zu verkaufen
15 - Wasserwerk
16 - Musikhaus - Schalmei

Die Aufgaben des Ortsbeirates werden in § 46 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg geregelt. Danach ist der Ortsbeirat bei Investitionen zu hören. Er setzt sich zur Förderung von Vereinen, für die Durchführung von Veranstaltungen der Heimatpflege, des Brauchtums u.a. ein.


Jeden Montag 19.00 Uhr ist die Sprechstunde des Vorsitzenden im Gebäude der Kita „Fichten-Wichtel“ , Lange Straße 37.


Im Ortsbeirat sind folgende Vertreter tätig:

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Eckhard Frenzel
Vorsitzender des Ortsbeirates

 

 

 

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Constanze Lau-Lehmann
Mitglied im Ortsbeirat

 

 

 

image007           Sonja Käseberg

Mitglied im Ortsbeirat

 

 

rolle

Bronzezeit
Erste Anzeichen von menschlicher Anwesenheit in unserem Kreisgebiet und somit auch
in Fichtenberg lassen sich auf die jüngere Bronzezeit 1000 bis 700 v.u.Z. datieren.
Zahlreiche Gräberfunde mit Gefäßen und bronzezeitlichen Werkzeugen belegen dies.

Beginn der Zeitrechnung
Zu Beginn unserer Zeitrechnung siedelten sich die Germanen an den Flussufern der Elbe an.

6. Jahrhundert

historie 01

Im 6. Jahrhundert ließen sich die Slawen an der Elbe nieder. Beide Stammesgruppen, Germanen und Slawen, lebten friedlich miteinander. Ein wichtiger Grund für die Ansiedlung, genau hier, war die Tatsache, dass sich in der Höhe des jetzigen Kindergartens eine Furt durch die Elbe befunden hat. Noch heute kann man den früheren Elbverlauf durch unseren Ort nachvollziehen. Bei archäologischen Ausgrabungen in Fichtenberg wurden zahlreiche Scherben, gut erhaltene Gefäße und Werkzeuge aus dieser Zeit gefunden. Die damaligen Einwohner der Ansiedlung waren hauptsächlich Bauern und Fischer.

1202
Die Gründung des Ortes ist auf eine Lehnausstattung der Familie Vichtenberc zurückzuführen. Im Jahre 1202 wurde Fichtenberg erstmals Gunzelius de Vichtenberc erwähnt.

1282
1282 kommt "Johannes de Fichtenberg" vor.

13. Jahrhundert
Ende des 13. Jahrhunderts besaß ein "Ulrich von Pack zu Mühlberg" den Ort.

1398
1398 verkauften die Burggrafen zu Meissen, Berthold und Heinrich, einen Zins von einem Acker in Fichtenberg an den Domherren Rambold von Polentz zu Meissen.

1406
1406 ist die Familie von Taupadel im Besitz des Lehngutes. Das Geschlecht ist bis 1612 anzutreffen.

1414
1414 erhielt das Kloster zu Riesa eine Zinsabgabe zu Fichtenberg.

1547
Im Jahre 1547 ist die Familie "von Pflug" in Fichtenberg begütert gewesen. Die letztere besetzte auch die Pfarrstelle des Dorfes, die 1539 noch bestand. Fichtenberg besaß ein eigenes Patronat. Unter dem Patronat adliger Herren stand Fichtenberg unter Sebastian Pflug. Fichtenberg gehörte 1547 zum Amte Großenhain. Danach kam es zum Amt Mühlberg.

Ein großer Teil der Geschichte Fichtenbergs wurde von Kriegen geschrieben. Von den Kriegen der vergangen Jahrhunderten wurde Fichtenberg weis Gott nicht verschont.

24. April 1547

historie 02

Am 24. April 1547 tobte zwischen dem katholischen Kaiser Karl V. und dem protestantischen Schmalkaltischen Bund die Schlacht bei Mühlberg. Besonders die Fläche zwischen Mühlberg und Fichtenberg waren Kriegsschauplatz.

Dreißigjähriger Krieg
Auch Fichtenberg wurde nicht vom Dreißigjährigen Krieg verschont. Fast das gesamt Dorf fiel 1647 den Brandschatzungen zum Opfer und wurde zum großen Teil zerstört.

1682
1682 forderte die Pest in Fichtenberg und Umgebung viele Opfer.

1716
1716 brannten in Fichtenberg 38 Häuser ab.

1806
1806 brannte die Kirche durch Blitzschlag ab.
Die Kirche wurde nach dem großen Brand von 1806-1810 neu aufgebaut.

1813
In der Zeit der französischen Besatzung zogen Napoleons Truppen durch den Ort. In Folge des deutschen Befreiungskrieges 1813 bis 1814 und der Beschlüsse des Wiener Kongresses musste Sachsen einen Teil seines Landes an Preußen abtreten und somit kam Fichtenberg 1815 zu Preußen.

1866
1866 fand der deutsche Bruderkrieg statt. In der Nacht vom 15. zum 16. Juni 1866 überschritten ca. 25 Tausend Mann der preußische Elbarmee unter Führung des Generals Herwarth von Bittenfeld bei Borschütz die Elbe.

1. Weltkrieg
An den Kampfhandlungen des ersten Weltkrieges fielen 31 Söhne des Dorfes. Neben dem Haupteingang zum Friedhof errichtete die Gemeinde 1934 ein Ehrenmal für die gefallenen im 1. Weltkrieg.

1926
1926 hatte Fichtenberg 1078 Einwohner. Es gab:
5 Gast- und Schankwirtschaften, 2 Bäcker, 2 Fleischer, 3 Kolonial- und Materialwarengeschäfte, 2 Stellmacher, 2 Schmiede, 1 Tischler, 1 Sattler, 2 Mühlen, 4 Schumacher und Schuhwarenhändler, 2 Fahrradreparaturwerkstätten und Händler, 8 Händler, 1 Hebamme, 1 Viehhändler, 1 Fleischbeschauer, 1 Backschüsselfabrik und vor allem zahlreiche Mittel- und Großbauern. Namen wie Heitmann, Risse, Gere oder Quaas sind noch heute ein Begriff.
An Vereinen gab es zur damaligen Zeit den Fußballverein, den Turnverein, den Verein der Radfahrer, den Kriegerverein und den Gesangverein „Concordia“.

2. Weltkrieg
Auch der zweite Weltkrieg forderte zahlreiche Opfer unter den Fichtenberger Einwohnern. Nach Beendigung des Krieges wurde der Ort von der "Roten Armee" besetzt. Bis 1990 war die Gegend um Gaitzsch Truppenübungsplatz für die sowjetischen Besatzer. Nach dem Abzug ist Frieden eingekehrt und auch die Natur hatte Zeit sich wieder zu erholen.

1947
1947-1948 wurde den Neubauern Bodenreformland übergeben.

50iger Jahre
Handwerker und Geschäfte die es nach dem 2. Weltkrieg noch gab, wurden in den 50er und 60er Jahren zwangsweise zum Aufgeben veranlasst. 1945 wurde der Großgrundbesitz enteignet und Neubauern bekamen auf Grund der Bodenreform einige Hektar Land. Anfang der 50iger Jahren wurden Mittel- und Großbauern politisch verfolgt, in Gefängnisse geworfen bzw. zur Flucht in den Westen Deutschlands getrieben.  1952 begann der Prozess der Zwangskollektivierung. Die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, die LPG wurde gegründet.

1954
1954 wurde der Neubau des Kindergartens eingeweiht. Die Schule in Fichtenberg wurde bis 1993 genutzt.

60iger Jahre
Einzelbauern die sich dieser Form gemeinschaftlicher Bewirtschaftung widersetzten, wurde die Möglichkeit eingeräumt sich ab 1960 in der LPG Typ I zusammenzuschließen. Andere Möglichkeiten gab es nicht.

1974
1974 entstanden aus allen Landwirtschaftsbetrieben unseres Territoriums die Pflanzen- und die Tierproduktion Mühlberg.
In den darauf folgenden Jahren entwickelten sie sich zu leistungsfähigen Landwirtschaftsbetriebe.

1986
1986-1997 wurde die Kirche mit Fördermitteln und Spenden der Partner-Kirchengemeinde Dachsenhausen restauriert.

1989
In der Zeit der 40 Jahre DDR gab es kaum eine wirtschaftliche Weiterentwicklung. Auf Grund des Mangels an allem konnten Hauseigentümer nur immer das Notwendigste instandhalten, die Kirche zerfiel und auch gesellschaftlich war die Situation für die Menschen unerträglich geworden. Dieser Zustand führte 1989 zur unvermeidlichen Wende.

Fichtenberg liegt im südwestlichsten Teil des Bundeslandes Brandenburg,
direkt an der Grenze zum Freistaat Sachsen. Unser Ort hat im Jahr 2004 ca. 580 Einwohner.
Zu Fichtenberg gehören die Ortsteile: Borschütz, Gaitzsch und Schweditz.

 

Die Lage Fichtenbergs ist nicht uninteressant. Ein Teil der sich im Südwesten nach Nordosten streckenden Dorfes ist auf einer Anhöhe erbaut. Das rührt daher, dass in früheren Jahrhunderten ein Elbarm am "Berge" vorbeifloss, der bei Gaitzsch begann, über Fichtenberg-Altenau-Boragk führte und an der "Seeschleuse" bei Mühlberg in den Hauptstrom mündete.

Stellvertretend allere frenzel re

Einwohnerinnen und Einwohner,

möchte ich Sie ganz herzlichst begrüßen.
Fichtenberg/Elbe feierte im Jahr 2002 seine 800-jährige Geschichte.
Ein Blick in die Historie des Dorfes verrät, dass viele Aktivitäten und historische Abläufe Fichtenberg zu einem interessanten Objekt in der Zeitgeschichte werden lassen.
Fichtenberg besitzt eine reges Vereinsleben, das ganz eng mit dem Ortsteil verknüpft ist.
Unser Anliegen ist es dieses interessante geschichtliche Treiben und die Arbeit hier bei uns aktuell zu präsentieren.
Ich wünsche Ihnen einen recht kurzweiligen Aufenthalt auf unseren Internetseiten
und verbleibe


Mit freundlichen Grüßen

Eckhard Frenzel / Vorsitzender des Ortsbeirates Fichtenberg

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