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Der Heimatverein Fichtenberg / Elbe e.V.
präsentiert Ihnen unsere Gemeinde
mit seinen zahlreichen Vereinen !
Fichtenberg liegt im südwestlichsten
Zipfel des Bundeslandes Brandenburg
Frank Scheffler, Heimatverein Fichtenberg/Elbe e.V.
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rolle

Bronzezeit
Erste Anzeichen von menschlicher Anwesenheit in unserem Kreisgebiet und somit auch
in Fichtenberg lassen sich auf die jüngere Bronzezeit 1000 bis 700 v.u.Z. datieren.
Zahlreiche Gräberfunde mit Gefäßen und bronzezeitlichen Werkzeugen belegen dies.

Beginn der Zeitrechnung
Zu Beginn unserer Zeitrechnung siedelten sich die Germanen an den Flussufern der Elbe an.

6. Jahrhundert

historie 01

Im 6. Jahrhundert ließen sich die Slawen an der Elbe nieder. Beide Stammesgruppen, Germanen und Slawen, lebten friedlich miteinander. Ein wichtiger Grund für die Ansiedlung, genau hier, war die Tatsache, dass sich in der Höhe des jetzigen Kindergartens eine Furt durch die Elbe befunden hat. Noch heute kann man den früheren Elbverlauf durch unseren Ort nachvollziehen. Bei archäologischen Ausgrabungen in Fichtenberg wurden zahlreiche Scherben, gut erhaltene Gefäße und Werkzeuge aus dieser Zeit gefunden. Die damaligen Einwohner der Ansiedlung waren hauptsächlich Bauern und Fischer.

1202
Die Gründung des Ortes ist auf eine Lehnausstattung der Familie Vichtenberc zurückzuführen. Im Jahre 1202 wurde Fichtenberg erstmals Gunzelius de Vichtenberc erwähnt.

1282
1282 kommt "Johannes de Fichtenberg" vor.

13. Jahrhundert
Ende des 13. Jahrhunderts besaß ein "Ulrich von Pack zu Mühlberg" den Ort.

1398
1398 verkauften die Burggrafen zu Meissen, Berthold und Heinrich, einen Zins von einem Acker in Fichtenberg an den Domherren Rambold von Polentz zu Meissen.

1406
1406 ist die Familie von Taupadel im Besitz des Lehngutes. Das Geschlecht ist bis 1612 anzutreffen.

1414
1414 erhielt das Kloster zu Riesa eine Zinsabgabe zu Fichtenberg.

1547
Im Jahre 1547 ist die Familie "von Pflug" in Fichtenberg begütert gewesen. Die letztere besetzte auch die Pfarrstelle des Dorfes, die 1539 noch bestand. Fichtenberg besaß ein eigenes Patronat. Unter dem Patronat adliger Herren stand Fichtenberg unter Sebastian Pflug. Fichtenberg gehörte 1547 zum Amte Großenhain. Danach kam es zum Amt Mühlberg.

Ein großer Teil der Geschichte Fichtenbergs wurde von Kriegen geschrieben. Von den Kriegen der vergangen Jahrhunderten wurde Fichtenberg weis Gott nicht verschont.

24. April 1547

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Am 24. April 1547 tobte zwischen dem katholischen Kaiser Karl V. und dem protestantischen Schmalkaltischen Bund die Schlacht bei Mühlberg. Besonders die Fläche zwischen Mühlberg und Fichtenberg waren Kriegsschauplatz.

Dreißigjähriger Krieg
Auch Fichtenberg wurde nicht vom Dreißigjährigen Krieg verschont. Fast das gesamt Dorf fiel 1647 den Brandschatzungen zum Opfer und wurde zum großen Teil zerstört.

1682
1682 forderte die Pest in Fichtenberg und Umgebung viele Opfer.

1716
1716 brannten in Fichtenberg 38 Häuser ab.

1806
1806 brannte die Kirche durch Blitzschlag ab.
Die Kirche wurde nach dem großen Brand von 1806-1810 neu aufgebaut.

1813
In der Zeit der französischen Besatzung zogen Napoleons Truppen durch den Ort. In Folge des deutschen Befreiungskrieges 1813 bis 1814 und der Beschlüsse des Wiener Kongresses musste Sachsen einen Teil seines Landes an Preußen abtreten und somit kam Fichtenberg 1815 zu Preußen.

1866
1866 fand der deutsche Bruderkrieg statt. In der Nacht vom 15. zum 16. Juni 1866 überschritten ca. 25 Tausend Mann der preußische Elbarmee unter Führung des Generals Herwarth von Bittenfeld bei Borschütz die Elbe.

1. Weltkrieg
An den Kampfhandlungen des ersten Weltkrieges fielen 31 Söhne des Dorfes. Neben dem Haupteingang zum Friedhof errichtete die Gemeinde 1934 ein Ehrenmal für die gefallenen im 1. Weltkrieg.

1926
1926 hatte Fichtenberg 1078 Einwohner. Es gab:
5 Gast- und Schankwirtschaften, 2 Bäcker, 2 Fleischer, 3 Kolonial- und Materialwarengeschäfte, 2 Stellmacher, 2 Schmiede, 1 Tischler, 1 Sattler, 2 Mühlen, 4 Schumacher und Schuhwarenhändler, 2 Fahrradreparaturwerkstätten und Händler, 8 Händler, 1 Hebamme, 1 Viehhändler, 1 Fleischbeschauer, 1 Backschüsselfabrik und vor allem zahlreiche Mittel- und Großbauern. Namen wie Heitmann, Risse, Gere oder Quaas sind noch heute ein Begriff.
An Vereinen gab es zur damaligen Zeit den Fußballverein, den Turnverein, den Verein der Radfahrer, den Kriegerverein und den Gesangverein „Concordia“.

2. Weltkrieg
Auch der zweite Weltkrieg forderte zahlreiche Opfer unter den Fichtenberger Einwohnern. Nach Beendigung des Krieges wurde der Ort von der "Roten Armee" besetzt. Bis 1990 war die Gegend um Gaitzsch Truppenübungsplatz für die sowjetischen Besatzer. Nach dem Abzug ist Frieden eingekehrt und auch die Natur hatte Zeit sich wieder zu erholen.

1947
1947-1948 wurde den Neubauern Bodenreformland übergeben.

50iger Jahre
Handwerker und Geschäfte die es nach dem 2. Weltkrieg noch gab, wurden in den 50er und 60er Jahren zwangsweise zum Aufgeben veranlasst. 1945 wurde der Großgrundbesitz enteignet und Neubauern bekamen auf Grund der Bodenreform einige Hektar Land. Anfang der 50iger Jahren wurden Mittel- und Großbauern politisch verfolgt, in Gefängnisse geworfen bzw. zur Flucht in den Westen Deutschlands getrieben.  1952 begann der Prozess der Zwangskollektivierung. Die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, die LPG wurde gegründet.

1954
1954 wurde der Neubau des Kindergartens eingeweiht. Die Schule in Fichtenberg wurde bis 1993 genutzt.

60iger Jahre
Einzelbauern die sich dieser Form gemeinschaftlicher Bewirtschaftung widersetzten, wurde die Möglichkeit eingeräumt sich ab 1960 in der LPG Typ I zusammenzuschließen. Andere Möglichkeiten gab es nicht.

1974
1974 entstanden aus allen Landwirtschaftsbetrieben unseres Territoriums die Pflanzen- und die Tierproduktion Mühlberg.
In den darauf folgenden Jahren entwickelten sie sich zu leistungsfähigen Landwirtschaftsbetriebe.

1986
1986-1997 wurde die Kirche mit Fördermitteln und Spenden der Partner-Kirchengemeinde Dachsenhausen restauriert.

1989
In der Zeit der 40 Jahre DDR gab es kaum eine wirtschaftliche Weiterentwicklung. Auf Grund des Mangels an allem konnten Hauseigentümer nur immer das Notwendigste instandhalten, die Kirche zerfiel und auch gesellschaftlich war die Situation für die Menschen unerträglich geworden. Dieser Zustand führte 1989 zur unvermeidlichen Wende.

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