Borschütz findet zum ersten Mal 1277 als Bursluwicz Erwähnung.
Der Name läßt sich als Ort von "Leuten eines Borislaw" deuten.

Borschütz ist bis zur Reformation ein Gut des Klosters Marien- bzw. Güldenstern gewesen. Nach der Reformation wurde es verstaatlicht. In Chursachsen war es ein churfürstliches Vorwerk und in Preußen dann eine königliche Domäne (Staatsgut). Dazu gehörte auch als Vorwerk das ehemalige Rittergut Schweditz. Nach einer langen Reihe von Pächtern hatte es danach der königliche Amtsrat Andreas Lücke Senior in Pacht und nach Ihm sein jüngster Sohn königlicher Amtsrat Heinrich Lücke bis 1945. 374 ha wurden im Jahr 1909 bewirtschaftet.

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Borschütz war früher weitestgehend eigenständig. Es besass eine eigene Ziegelei, Brennerei, Schmiede, Gärtnerei, Molkerei, Schule und Gaststätte. Es verfügte auch zusammen mit den Lückes auf der Domäne Packisch über eine Dampflokomobile mit Pflug und beschäftigte in der Saison polnische Arbeitskräfte. Tierzucht ist mit Rindern, Pferden, Schweinen und Schafen betrieben worden.
Amtsrat Andreas Lücke Senior gründete 1873/74 mit die Zuckerfabrik Brottewitz und liess 1882 in Packisch, Borschütz und Schweditz als erster Rinder und Schafe mit Erfolg gegen die Milzbrand-Seuche impfen.